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Der zweite, Robert Barron, ließ sich 1778 das so genannte Zuhalteschloss patentieren, aus dem dann die heutigen Einstecksteckschlösser hervorgingen. Im Zuhalteschloss schiebt der Schlüssel einen schweren Riegel vor, der dann von Hebeln festgehalten wird. Eine Weiterentwicklung durch den Ingenieur Jeremia Chubb ist noch heute das Modell der Tresorschlösser.

Als Chubb einen hohen Geldpreis für denjenigen aussetzte, der es schaffte, sein Schloss ohne den dazugehörigen Schlüssel zu öffnen, stellte sich ein verurteilter Einbrecher der Herausforderung, nachdem man versprach, ihm die Haftstrafe zu erlassen. Eine ganze Woche lang mühte sich der Experte ab - ohne Erfolg.

Der Traum vom endlich unüberwindlichen Schloss platzte allerdings am 22. Juli 1851, als der junge Amerikaner A.C. Hobbs während der großen Weltausstellung in den Cristal Palace spazierte und das Schloss ohne jede Beschädigung binnen weniger Minuten öffnete. Mit einem eigens entwickelten Instrument tastete er die Zuhaltungen ab und brachte sie so in die richtige Öffnungsposition. Nach diesem Coup nutzte Hobbs sein Geschick, um das Zuhaltungsschloss gegen seine eigene Erfindung zu schützen.

Die wichtigste Weiterentwicklung geht dann auf den amerikanischen Schlosser Linus Yale aus Philadelphia zurück, der 1848 den Schließzylinder entwickelte, der nahezu unverändert noch heute gebräuchlich ist. Da die Yaleschlösser mit sehr viel weniger variablen Teilen als ihre Vorgängermodelle auskamen, konnten sie erheblich preisgünstiger produziert und durch sehr viel kleinere und leichtere Schlüssel geöffnet werden.

Die zunehmende Zahl von Schließ- und Sicherungsmechanismen ließen allerdings ahnen, dass Schlösser der Zukunft ganz ohne Schlüssel auskommen könnten. Diese Vorahnung ist inzwischen zur Realität geworden. Als Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen FSB und Winkhaus wurde mit der elektronischen Zugangskontrolle (EZK) eine berührungslose Kommunikation zwischen Beschlag und Chipkarte/ Schlüssel bereits in die Praxis umgesetzt.





Das Chubb Schloss wird durch
Zuhaltungen aus Messingblech
gesichert. Diese sind hebelartig
aufgehängt und jeweils in bestimmter
Höhe mit einem Kanal versehen.
Auf dem Riegel ist ein Stift befestigt,
der beim Öffnen durch die Kanäle
der Zuhaltungen gleitet. Dies gelingt
nur, wenn die Zähne im Schlüssel-
bart die richtige Höhe haben und
die Zuhaltungen in die richtige
Position anheben.



Sog. Hobbscher Hebel,
das Öffnungsinstrument mit dem
Hobbs das Chubbschloss öffnete.


EZK Schloss