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In der Folgezeit war der volkseigene Betrieb Sachsenschloss zusammen mit anderen volkseigenen Betrieben der Branche dem Kombinat Bauelemente und Faserbaustoffe (BAUFA) unterstellt. Das Unternehmen avancierte zum alleinigen Schlosshersteller der Deutschen Demokratischen Republik und fertigte Einsteck- und Sonderschlösser in Millionenauflage.

Mit dem Ende der DDR im November 1989 stand der traditionsreiche Betrieb zum zweiten Mal in seiner Geschichte vor dem Aus. Verantwortlich dafür war nicht nur der vergleichsweise überalterte Maschinenpark, sondern auch der Umstand, dass die Schlösser des VEB Sächsische Schlossfabrik nicht nach der ursprünglich zwar vom Unternehmen selbst mit beeinflussten DIN, sondern nach der in der DDR gebräuchlichen TGL-Norm entwickelt waren und die gesamte Schlossproduktion hierauf basierte.

Da infolge der Zugehörigkeit zur Rüstungsproduktion in den 40-er Jahren die Rückübereignung an die Nachkommen der einstigen Besitzer nicht möglich war, wurde der Betrieb nach der Wiedervereinigung über die Treuhandgesellschaft privatisiert und in eine GmbH umgewandelt. Ein kompetentes Team von Fachleuten unter dem geschäftsführenden Gesellschafter Michael Dorn übernahm das Unternehmen. Nach einer umfassenden Modernisierung des Maschinenparks begann die Sächsische Schlossfabrik GmbH 1992 mit der Produktion eines umfangreichen und jetzt nach der DIN-Norm ausgerichteten Schlossprogramms. In Anlehnung an die alte Tradition gelang es dem Unternehmen infolge hoher Produktqualität sehr schnell in ganz Deutschland zufriedene Kunden zu gewinnen.

Im Jahr 2001 wurde das gesamte Unternehmen bei laufender Produktion von Pegau nach Groitzsch umgesiedelt, wo heute in modernen Verwaltungs- und Produktionsgebäuden Türschlösser und Schließbleche für das In- und Ausland entwickelt und hergestellt werden. Zielstrebig wird daran gearbeitet, eine über hundertjährige Erfolgsgeschichte von Qualitätsschlössern aus Sachsen fortzusetzen.

Im Jahre 2005 wurde die Sächsische Schlossfabrik durch die ebenfalls mit einer langen Geschichte ausgestatteten Traditionsunternehmen FSB und Winkhaus mittels der neu gegründeten F + W Kooperations GmbH übernommen. Mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen weiterer Entwicklungsprozesse (Schloss und Beschlag) ist FSB ab 2010 alleiniger Eigentümer der Sächsischen Schlossfabrik -SSF.



alter Firmensitz - Pegau


neuer Firmensitz - Groitzsch