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Schlossklassen / Schlossklassifizierung

Schlossklassen nach DIN 18 251-1

Klasse 1
Schlösser für leichte Innentüren

  • Buntbart- oder Bartschlösser
  • Schlossdecke zweifach befestigt
  • Drückerhochhaltemoment min. 0,8 Nm
  • Riegelausschluss 10 mm o. Wechsel
  • Dornmaß 55 mm

Klasse 2
Schlösser für Innentüren

  • Buntbart-, Zuhaltungs-,
    Zylinder- oder Badschlösser
  • Schlossdecke min. 2-fach befestigt
  • Dornmaß 55 mm
  • Anforderungen Tabelle 3

Klasse 3
Schlösser für Wohnungsabschlusstüren und
öffentliche Bauten (sog. Objektschlösser)

  • Zylinderschlösser
  • Schlossdecke min. 3-fach befestigt
  • Anforderungen Tabelle 3

Klasse 4
Zylinderschlösser für Objekttüren
mit Einbruchhemmung

  • Anforderungen Tabelle 3

Klasse 5
Zylinderschlösser für Objekttüren mit
erhöhter Einbruchhemmung

  • Anforderungen Tabelle 3


Tabelle 3
(Klasse 1 entfällt bei DIN 18251-3)

Klassifizierungsschlüssel nach EN 12 209

1. Gebrauchskategorie
(festgelegt wurden lediglich drei Klassen)
Klasse 1:
Nutzung durch Personen mit hohem Anreiz zur pfleglichen Behandlung.Gefahr des Missbrauchs ist gering, z.B. Innentüren von Wohnhäusern.
Klasse 2:
Nutzung durch Personen mit gewissem Anreiz zur pfleglichen Behandlung. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs ist gegeben, z.B. Bürotüren.
Klasse 3:
Nutzung durch Personen mit wenig Anreiz zur pfleglichen Behandlung. Eine hohe Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs ist gegeben, z.B. Türen in öffentlichen Gebäuden.

2. Dauerfunktionstüchtigkeit

Klasse A: 50.000 Prüfzyklen keine Belastung der Falle
Klasse B: 100.000 Prüfzyklen keine Belastung der Falle
Klasse C: 200.000 Prüfzyklen keine Belastung der Falle
Klasse F: 50.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 10N
Klasse G: 100.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 10N
Klasse H: 200.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 10N
Klasse L: 100.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 25N
Klasse M: 200.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 25N
Klasse R: 100.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 50N
Klasse S: 200.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 50N
Klasse W: 100.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 100N
Klasse X: 200.000 Prüfzyklen Belastung der Falle von 100N

3. Türmaße und Schließkraft

Klasse 1: bis 100 kg max. 50N Schließkraft
Klasse 2: bis 200 kg max. 50N Schließkraft
Klasse 3: über 200 kg oder vom Hersteller festgelegt; max. 50N Schließkraft
Klasse 4: bis 200 kg max. 25N Schließkraft
Klasse 5: bis 100 kg max. 25N Schließkraft
Klasse 6: über 200 kg oder vom Hersteller festgelegt; max. 25N Schließkraft
Klasse 7: bis 100 kg max. 15N Schließkraft
Klasse 8: bis 200 kg max. 15N Schließkraft
Klasse 9: über 200 kg oder vom Hersteller festgelegt; max. 15N Schließkraft

4. Verwendung an Feuer- / Rauchschutztüren
Klasse 0:
nicht zulässig für den Einbau an Feuer- und Rauchschutztüren

Klasse 1: geeignet für den Einbau an Feuer- / Rauchschutztüren, vorbehaltlich derzufrieden stellenden Bewertung des Beitrags des Schlosses zur

Widerstandsfähigkeit von bestimmten Feuer- / Rauchschutztüren

5. Sicherheit
Klasse 0:
keine Sicherheitsanforderungen

6. Korrosionsbeständigkeit
Klasse 0:
keine festgelegte Korrosionsbeständigkeit,
keine Temperaturanforderung
Klasse A: geringe Korrosionsbeständigkeit,
keine Temperaturanforderung
Klasse B: mittlere Korrosionsbeständigkeit,
keine Temperaturanforderung
Klasse C: hohe Korrosionsbeständigkeit,
keine Temperaturanforderung
Klasse D: sehr hohe Korrosionsbeständigkeit,
keine Temperaturanforderung
Klasse E: mittlere Korrosionsbeständigkeit,
Temperaturanforderung -20°C - +80°C
Klasse F: hohe Korrosionsbeständigkeit,
Temperaturanforderung -20°C - +80°C
Klasse G: sehr hohe Korrosionsbeständigkeit,
Temperaturanforderung -20°C - +80°C


7. Schutzwirkung und Anbohrwiderstand
Klasse 1 : Mindestschutzwirkung und keinen Anbohrwiderstand
Klasse 2 : geringe Schutzwirkung und keinen Anbohrwiderstand
Klasse 3 : mittlere Schutzwirkung und keinen Anbohrwiderstand
Klasse 4 : hohe Schutzwirkung und keinen Anbohrwiderstand
Klasse 5 : hohe Schutzwirkung mit Anbohrwiderstand
Klasse 6 : sehr hohe Schutzwirkung und keinen Anbohrwiderstand
Klasse 7 : sehr hohe Schutzwirkung mit Anbohrwiderstand

8. Türbezogener Verwendungsbereich
Festgelegt wurden 15 Klassen für den türbezogenen Verwendungsbereich, wie in der unten stehenden Tabelle dargestellt.

9. Art der Schlüsselbetätigung und Verriegelung
Klasse 0: nicht zutreffend
Klasse A: Zylinderschloss manuelle Verriegelung
Klasse B: Zylinderschloss automatische Verriegelung
Klasse C: Zylinderschloss manuelle Verriegelung mit Zwischenverriegelung
Klasse D: Zuhaltungsschloss manuelle Verriegelung
Klasse E: Zuhaltungsschloss automatische Verriegelung
Klasse F: Zuhaltungsschloss manuelle Verriegelung mit Zwischenverriegelung
Klasse G: Schloss ohne manuelle Verriegelung Schlüsselbetätigung
Klasse H: Schloss ohne automatische Verriegelung Schlüsselbetätigung

10. Art der Spindelbetätigung
Klasse 0: Schloss ohne Nuss.
Klasse 1: Schloss für Knaufbetätigung oder Betätigung eines Türdrückers mit Hochhaltefeder.
Klasse 2: Schloss für Betätigung eines Türdrückers ohne Hochhaltefeder.
Klasse 3: Schloss für Betätigung eines Türdrückers mit hoher Beanspruchung und starker Hochhaltefeder.
Klasse 4: Schloss für vom Hersteller festgelegte Betätigung eines Türdrückers mit hoher Beanspruchung und starker Hochhaltefeder.

11. Anforderung an die Schlüsselkennung
Klasse 0: keine Anforderungen
Klasse A: mindestens drei Zuhaltungen
Klasse B: mindestens fünf Zuhaltungen
Klasse C: mindestens fünf Zuhaltungen; erweiterte Anzahl an wirksamen Schließungsverschiedenheiten
Klasse D: mindestens sechs Zuhaltungen
Klasse E: mindestens sechs Zuhaltungen; erweiterte Anzahl an wirksamen Schließungsverschiedenheiten
Klasse F: mindestens sieben Zuhaltungen
Klasse G: mindestens sieben Zuhaltungen; erweiterte Anzahl an wirksamen Schließungsverschiedenheiten
Klasse H: mindestens acht Zuhaltungen; erweiterte Anzahl an wirksamen Schließungsverschiedenheiten

CE-Kennzeichnung

Wenn nach der EN 12 209 eine entsprechende Prüfung und Zertifizierung eines anerkannten Prüfinstitutes erfolgt ist, die Voraussetzungen der im Anhang ZA der Norm erfüllt sind und ein EG Konformitätszertifikat erteilt wurde, ist der Hersteller berechtigt, die entsprechenden Produkte mit der CE-Kennzeichnung zu versehen.

Beispiel der CE-Kennzeichnung für ein SSF-Schloss der Serie 55.